Sweet Tooth

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Sweet Tooth
Autor
Jeff Lemire
Zeichner
Jeff Lemire
Verlag
Panini
Seiten
300, 316, 372

Inhalt

Nachdem eine weltweite Seuche Milliarden von Menschen dahingerafft hat, werden nur noch Kinder geboren, die zum Teil Tier sind. Auch Gus ist so ein Kind, halb Mensch, halb Hirsch und lebt abgeschottet im Wald.
Denn auf Kinder wie Gus ist ein Kopfgeld ausgesetzt, da sich die Miliz ein Heilmittel durch deren Erforschung verspricht.
Eines Tages entdecken ihn die Jäger, doch Gus wird von einem zwielichtigen und rüpelhaften Typen namens Jepperd gerettet. Angeblich wird er ihn in ein Reservat bringen, dass Kinder wie Gus aufnimmt.
Fragt sich nur, ob Jepperd ihn nicht einfach ausliefert oder doch ein Herz hat.

Meine Meinung

Sweet Tooth hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen und schon im ersten Band geht es so spannend und rasant los, dass die Seiten nur so dahin fliegen.
Ich habe alle drei Bände hintereinander weg gesuchtet und konnte gar nicht mehr aufhören.
Obwohl hier auch nicht mehr Text als in anderen Comics genutzt wird, hat man dennoch das Gefühl, dass man viel Story bekommt, vielleicht, weil auch einfach so viel passiert.

Der Zeichenstil ist bestimmt nicht jedermanns Sache, passt aber für mich definitiv zum Comic und und untermalt die Endzeit Stimmung. Auch die unterschiedlichen Gestaltungen gefallen mir richtig gut.
In Band 2 und 3 gibt es z.B. ganze Abschnitte, bei denen man die Comics auf die Seite dreht um zu lesen.
Außerdem gibt es zwischendrin auch immer mal wieder ganzseitige Bilder, die zum längeren Anschauen einladen.

Die Idee der Hybriden Kinder fand ich sehr interessant und total gut umgesetzt.
Während es zum einen “Tier” Kinder gibt, die mehr Tier als Mensch sind, gibt es eben auch Kinder wie Gus, die weniger Merkmale von Tieren haben und eben ganz normal Sprechen ect. gelernt haben.
Gus ist für mich ein ganz toller Charakter. Aufgewachsen in der Abgeschiedenheit, ist er fern von allem Bösen geblieben und plötzlich sieht er sich der apokalyptischen Welt gegenüber.
Er wächst über sich hinaus und lernt, dass man sich manchen Gefahren stellen muss. Dennoch behält er sich sein reines Herz und schafft es, Jepperds zu erweichen und daran zu erinnern, was richtig und was falsch ist.

Ich liebe dystopische Geschichten und diese war für mich auf jeden Fall etwas Neues und sehr Interessantes.
Die Entwicklung zwischen den Protagonisten hat mich berührt und es war spannend sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

Band 2 und 3 sind einfach ein Muss

Ein Mal angefangen, konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen und war unheimlich froh, dass ich die Folgebände auch da hatte. Es wird einfach immer spannender und die Seiten fliegen nur so dahin weil man wissen muss, wie es weiter geht.
Vor allem in Band 3 erfahren wir, worin alles seinen Ursprung hatte und wie es so weit kommen konnte.
Auch über Gus erfahren wir noch einige Dinge und welche Rolle er in diesem Szenario spielt. Wir lernen viele Charaktere kennen und manche müssen wir auch wieder gehen lassen. Es passiert so viel und es ergeben sich immer wieder neue Situationen, dennoch konnte ich einige der Charaktere ins Herz schließen.

Fazit

Sweet Tooth ist für mich eine grandiose Dystopie, die mich voll und ganz fesseln konnte.
Die Idee der Hybriden war spannend und neu, die Charaktere konnten mich für sich einnehmen und die Story war nicht nur voller Action, sondern konnte mich auch berühren.
Der Zeichenstil ist etwas kantiger aber sehr passend zu der apokalyptischen Atmosphäre und durch die abwechslungsreiche Gestaltung ein echter Hingucker.

Herzensstück

Hier geht es zum Verlag: Paniniextern
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